
Keine nebligen Spiegel mehr: Wie man das Badezimmer wirklich intelligent macht
Wir alle kennen dieses Problem: Man tritt aus der Dusche heraus, greift nach dem Handtuch – und blickt in den Spiegel. Doch dort ist nichts zu sehen. Nur eine Wand aus weißem Nebel. Man versucht, mit der Hand den Nebel vom Glas zu wischen – doch dadurch entstehen nur weitere Flecken. Das ist lästig.
Die meisten Spiegelheizungen verwenden Infrarot-Emittenten oder Heizfolien, um dieses Problem zu lösen. Doch die wirkliche Lösung liegt darin, auf den manuellen Schalter zu verzichten und die Steuerung dem Haus selbst zu überlassen.
Warum Infrarot?
Herkömmliche Heizungen versuchen, die Luft zu erwärmen – was sehr lange dauert. Infrarot hingegen arbeitet anders: Es kümmert sich nicht um die Luft, sondern sendet Energie direkt ins Glas. Dadurch wird die Temperatur der Glasoberfläche fast sofort über den „Kondensationspunkt“ erhöht. Das Ergebnis? Sobald man aus der Dusche kommt, ist der Spiegel bereits klar und frei von Nebel. Kein Warten, kein Wegwischen, keine Flecken.
Wie man einen einfachen Heizer zu einem „intelligenten“ Heizer macht
Es ist ziemlich einfach, einen einfachen Heizer in einen intelligenten Heizer zu verwandeln. Man muss lediglich ein Relaismodul oder einen Wi-Fi/Zigbee-Controller zwischen die Stromversorgung und den Heizer schalten.
So funktioniert es in der Praxis: Man wacht auf und sagt zu seinem Sprachassistenten: „Morgenroutine.“ Die Lichter gehen an, der Kaffee beginnt zu kochen – und der Spiegelheizer schaltet sich ein. Wenn man fertig ist mit dem Gesicht waschen, ist das Glas bereits warm und klar.
Außerdem kann man diese Heizgeräte mit Feuchtigkeitssensoren verbinden. Sobald die Raumfeuchtigkeit etwa 80 Prozent erreicht, schaltet sich der Heizer automatisch ein. Man muss sich darüber keine Sorgen machen.
Die Fallstricke – und wie man ihnen ausweicht
Man darf die Leistung nicht unbegrenzt erhöhen. Wenn man zu viel Energie in ein kleines Stück Glas leitet, entsteht thermischer Stress. Mit anderen Worten: Das Glas könnte zerbrechen. Es geht darum, die richtige Temperatur zu finden – gerade so viel, dass der Nebel verschwindet, aber nicht so viel, dass das Glas zerbricht.
Noch etwas, worauf man achten muss, sind die Verkabelungen. Diese Heizgeräte verbrauchen schon beim Einschalten eine beträchtliche Menge Energie. Wenn drei oder vier solcher Heizgeräte gleichzeitig einschalten, könnte das dazu führen, dass der Sicherungskasten auslöst. Stellen Sie sicher, dass Ihre Elektrik den Anstieg der Leistung verkraften kann – sonst könnte Ihr „intelligenter“ Morgen damit enden, dass Sie zum Sicherungskasten müssen.